Impossible Grants AK Software
Success Story

212.000 €

Die Beschreibung entscheidet

Forschungszulage für KI-gestützte Gerüstplanung

Amir Koklan
Amir Koklan Geschäftsführer, AK Software
ForschungszulageKI-Software

AK Software· Software / Bauwesen

Weil das technische Risiko diesmal richtig beschrieben wurde

AK Software hatte das Projekt bereits mit einer anderen Beratung als Forschungszulage beantragt, ohne Erfolg. Der Fehler lag nicht im Vorhaben, sondern in der Beschreibung der Wissenslücke. Impossible Grants hat sie herausgearbeitet. Resultat: 212.000 €.

212.000 €
Forschungszulage gesichert
2 Jahre
rückwirkend geltend gemacht
< 10 Wochen
von Erstgespräch bis Bescheid
1
vorheriger gescheiterter Versuch
Inhalt

Amir Koklan hatte die Forschungszulage bereits einmal beantragt. Eine andere Beratung, gute Absichten, und trotzdem kam der Bescheid nicht. Ein Jahr später kam er zu uns. Drei Wochen danach wussten wir genau, was im ersten Antrag gefehlt hatte. Unter 10 Wochen danach lag der Bescheid auf dem Tisch.

Auf einen Blick

Erster Antrag, andere Beratung
0 €
Mit Impossible Grants
212.000 €
Ausgangslage

Erster Forschungszulage-Antrag über eine andere Beratung: abgelehnt, trotz zwei Jahren solider Entwicklungsarbeit.

Vorgehen

Gespräche direkt mit dem Entwicklerteam, um die echte Wissenslücke herauszuarbeiten und BSFZ-konform zu beschreiben.

Ergebnis

212.000 € Forschungszulage, bewilligt in unter 10 Wochen, rückwirkend über zwei Jahre.

Was AK Software entwickelt

AK Software entwickelt Software für das Gerüstbaugewerbe, einen Bereich, in dem Digitalisierung bislang kaum angekommen ist. Das Kernprodukt, an dem das Team seit zwei Jahren arbeitet: ein System, das den gesamten Prozess von der Aufmaßerfassung über die Sicherheitsbewertung bis zur Angebotsstellung automatisiert.

Heute passiert das mit Maßband, Erfahrungswissen und Stunden manueller Kalkulation. Das System von AK Software soll dies durch drei verbundene Technologien ersetzen:

Komponente 1
AR-Aufmaß

Kamerabasierte Geometrieerfassung per Augmented Reality, ohne Maßband, ohne manuelles Skizzieren.

Komponente 2
KI-Risikoanalyse

Automatische Erkennung sicherheitskritischer Zustände auf Basis erfasster Geometrie- und Bilddaten.

Komponente 3
Automatische Kalkulation

Angebotsstellung in unter 10 Sekunden, unter 15 % Abweichung zur manuellen Kalkulation, direkt aus dem AR-Aufmaß.

Drei Forschungsfelder, die normalerweise getrennt behandelt werden: Computer Vision, sicherheitskritische KI und domänenspezifische Kalkulation unter Unsicherheit.

Der erste Versuch und warum er scheiterte

Als Amir Koklan, Geschäftsführer von AK Software, von der steuerlichen Forschungszulage hörte, war das erste Entwicklungsjahr bereits abgeschlossen. Er tat das Naheliegende: Er beauftragte eine Fördermittelberatung. Der Antrag wurde abgelehnt.

Das eigentliche Problem

Das technische Risiko war sichtbar, die fördertechnisch relevante Frage blieb unbeantwortet.

Die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) fragt nicht: „Ist das Projekt technisch anspruchsvoll?” Sie fragt: „Welches Wissen fehlte zum Zeitpunkt der Entwicklung? Was konnte nicht aus dem Stand der Technik abgeleitet werden?” Diese Wissenslücke, die zentrale Fördervoraussetzung, wurde im ersten Antrag nicht beschrieben. Das Projekt klang komplex, aber nicht wie echte Forschung.

Ablehnungen wie diese haben fast immer dasselbe Muster. Der häufigste Grund ist nicht, dass das Vorhaben nicht förderfähig wäre, sondern dass die Antragsbeschreibung die Förderkriterien nicht trifft. Das gilt quer durch alle Branchen, ob Softwareentwicklung, Maschinenbau oder Medizintechnik. Gefördert wird nicht das beeindruckendste Projekt, sondern das am präzisesten beschriebene.

Was wir anders gemacht haben

Ein Gründer, der selbst Mandant bei Impossible Grants ist, hatte Amir empfohlen, es nochmal zu versuchen, diesmal mit uns. Die Ausgangslage war komplex: ein abgelehnter Erstantrag, knappes Zeitfenster für die rückwirkende Geltendmachung, und ein Vorhaben, das technisch substanziell war, diese Substanz in der bisherigen Beschreibung aber nicht gezeigt hatte.

Unser Ansatz: Erst verstehen, dann schreiben.

Das bedeutete konkret mehrere Gespräche direkt mit den Entwicklerinnen und Entwicklern bei AK Software. Technische Tiefe, die ein Erstgespräch allein nicht liefert. Aus diesen Gesprächen wurden drei klare Forschungsfelder sichtbar, die im ursprünglichen Antrag untergegangen waren:

1. Das Kontextmodell für sicherheitskritische Zustände

Die Forschungsfrage: Wie bringt man einer KI bei, nicht nur Bauteile zu erkennen, sondern deren Sicherheit zu beurteilen?

Das KI-Modell muss nicht nur Gerüstkomponenten erkennen, es muss verstehen, ob eine Konfiguration sicher ist. Das ist grundlegend anders als Standard-Objekterkennung: Dasselbe Objekt kann in einer Konstellation sicher und in einer anderen gefährlich sein. Wie ein solches Kontextmodell für Gerüstbau trainiert und validiert werden kann, war zum Zeitpunkt der Entwicklung eine offene Forschungsfrage.

2. Die AR-KI-Synchronisation unter Baubedingungen

Die Forschungsfrage: Wie hält man AR auf einer echten Baustelle präzise genug, dass die KI verlässliche Daten bekommt?

AR auf Baustellen ist kein gelöstes Problem. Staub, wechselnde Lichtverhältnisse, Bewegungsunschärfe, Okklusion: Das AR-System muss unter genau diesen Bedingungen präzise genug arbeiten, damit das darauf aufbauende KI-Modell verwertbare Eingaben erhält. Die Entwicklung eines AR-Korrekturmodells, das diese Synchronisation sicherstellt, war ein eigenständiges technisches Problem ohne bekannte Lösung.

3. Das Validierungsframework für Erkennungsrate und Latenz

Die Forschungsfrage: Wie validiert man ein System, das Tempo und Genauigkeit gleichzeitig liefern muss?

Unter 10 Sekunden für ein vollständiges Angebot: das klingt wie ein Performanceziel. Technisch ist es eine Forschungsfrage: Wie lässt sich ein System validieren, das Erkennungsrate und Rechenlatenz gleichzeitig optimiert, unter den variablen Bedingungen einer echten Baustelle? Hierfür gibt es kein erprobtes Framework, das Team musste es erst entwickeln. Genau das ist, was die BSFZ als Wissenslücke anerkennt.

Unser Prozess

01
Technisches Briefing

Direkte Gespräche mit dem Entwicklungsteam, nicht nur auf Geschäftsführungsebene

02
Wissenslücken identifizieren

Herausarbeiten, was zum Entwicklungszeitpunkt wirklich nicht bekannt war

03
BSFZ-konforme Beschreibung

Übersetzung in fördertechnisch belastbare Sprache

04
Einreichung & Nachverfolgung

Vollständige Übernahme des Prozesses bis zum Bescheid

Das Ergebnis: 212.000 € in unter 10 Wochen

212.000 Euro. Nicht als Kredit, nicht als Beteiligung, sondern als steuerliche Gutschrift, ohne Rückzahlungspflicht. Der Bescheid kam unter 10 Wochen nach unserem ersten Gespräch. Für AK Software war das Kapital für die nächste Entwicklungsphase, ohne Anteile abzugeben und ohne das laufende Geschäft zu belasten.

Dass das Geld beim ersten Versuch nicht geflossen ist, lag nicht an AK Software, nicht am Vorhaben, und nicht am Antragsprinzip. Es lag an der Beschreibung. Wer die technische Substanz eines Vorhabens nicht in die richtigen fördertechnischen Kategorien übersetzen kann, bekommt keinen Bescheid, egal wie solide die Entwicklungsarbeit ist. Das ist der Unterschied, den wir machen.

Heute ist die Forschungszulage fester Bestandteil der Finanzplanung bei AK Software. Laufende F&E-Arbeit wird systematisch dokumentiert und jährlich eingereicht. Kein einmaliger Kraftakt, sondern ein verlässlicher Baustein der Unternehmensfinanzierung.

Amir Koklan

„Der erste Antrag wurde abgelehnt. Ich hatte ehrlich gesagt nicht mehr damit gerechnet, dass die Forschungszulage für uns funktioniert. Impossible Grants hat sich dann wirklich tief in das Projekt eingegraben: Gespräche mit dem Entwicklerteam und die anschließende Darstellung der technischen Details in einer Form, die ich selbst kaum in Worte fassen kann. Danach war klar, was die BSFZ gebraucht hätte und was im ersten Antrag gefehlt hat. Mit dem richtigen Antrag kamen 212.000 €, die uns direkt in die nächste Entwicklungsphase investieren.”

Amir Koklan, Geschäftsführer, AK Software

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